Warum eine selbstbestimmte Schwangerschaft und Geburt so wichtig ist

Wie ist das so mit der Geburt?

Für viele Frauen ist es ganz selbstverständlich; zur Schwangerschaftsvorsorge geht man zum Arzt und zur Geburt geht man dann ins Krankenhaus. Da wird dann alles schon gemacht und die Ärzte wissen, was sie tun und die ganzen Geräte und Messungen werden bestimmt nicht lügen. Da braucht man selbst gar nicht mehr viel machen, es wird schon alles irgendwie gut gehen. So sieht es zumindest in den meisten Köpfen aus. Das scheint schon fast ein ungeschriebenes Gesetz zu sein.Weicht man davon ab, ist man schon ein Sonderling. Heutzutage werden nur noch 3 % der Kinder nicht in einer Klinik geboren.

  • Warum ist es dann aber so, dass es immer mehr Komplikationen gibt bei den Geburten trotz mehr und mehr Vorsorge und Tests?
  • Warum steigen die Zahlen den Kaiserschnitte?
  • Warum empfinden immer mehr Frauen die Geburt als traumatisch und fühlen sich hinterher traurig ja sogar depressiv?
  • Warum wollen die Frauen gerade in diesem Bereich ihre Selbstverantwortung so leichtfertig abgeben?

Bei meinem ersten Kind habe ich zugegebenermaßen auch nicht so viel darüber nachgedacht. Ich dachte mir, das wird schon alles so passen, schließlich machen das alle so und die Kinder kommen so ja auch auf die Welt. Ich dachte nicht groß über Alternativen nach. Man wird ja auch nicht darüber informiert, wenn man nicht selbst danach sucht.

Warum denn auch, viele verdienen ja sehr gut an diesem Markt. Die Ärzte können unglaublich viele Privatleistungen abrechnen, denn die besorgten werdenden Mütter sind gute Kunden, sie wollen ja nur das beste für ihr ungeborenes Kind und machen somit die ganzen Tests mit, die es auf dem Markt gibt, auch wenn sie selbst bezahlt werden müssen, denn das ganze wird ihnen ja als dringend notwendig verkauft.

Auch die Krankenhäuser reißen sich um die Frauen und veranstalten regelmäßige Werbeveranstaltungen in dem sie ihre Einrichtungen anpreisen, und den Müttern eine wunderschöne, persönliche Geburt versprechen. Dies scheint auch ganz logisch zu sein, denn die Kliniken können für Geburten sehr viel abrechnen; besonders gut verdienen sie, wenn bei der Geburt eingegriffen werden muss. Gerade Kaiserschnitte sind ein lukratives Geschäft. Da wundert es wohl nicht mehr all zu sehr, warum die Zahlen der Eingriffe steigen.

Noch dazu ist es ja so, dass die Frauen, die im Krankenhaus gebären, oft gar nicht ihren natürlichen Geburtsrhythmus finden, da sie sich in einer unpersönlichen Umgebung mit vielen fremden Menschen nicht entspannen können. Dadurch kommen viele Geburten zum Stillstand und Eingriffe werden nötig.

Wie ich zu dieser Meinung kam:

Ich weiß, dass ich hier eine sehr kritische Meinung vertrete, aber ich habe in den letzten Monaten seit ich das zweite mal schwanger bin, viele Erfahrungen gemacht, die mich zu dem Schluss gebracht haben, dass es gar nicht mehr so einfach ist, eine selbstbestimmte Geburt zu erleben. Ich habe sogar das Gefühl, dass einem da Steine in den Weg gelegt werden, da dies gar nicht gewünscht ist.

Dies begann bei mir schon bei meinem ersten Frauenarztbesuch als ich erfahren habe, dass ich schwanger bin. Ich habe zu hause einen Test gemacht und war überglücklich, dass er positiv ausgefallen war. Gespürt hatte ich es sowieso schon auch ohne Test. Aber wie es halt so ist, bin ich schön brav zum Arzt gegangen, um mir offiziell bestätigen zu lassen, was ich eh schon wusste.

Dort war alles sehr unpersönlich, für so einen Arzt ist das natürlich nur ein Fall von vielen und der Versuch eines freundlichen Lächelns sollte reichen um der werdenden Mutter diese wunderbare Nachricht zu überbringen. Dafür bekam ich ein schönes Paket, mit allem, was werdende Mütter so brauchen,eine Probepackung  Schwangerschaftsvitamine (die Pharmaindustrie will ja mitverdienen), Ratgeber für die Schwangerschaft und die Geburt in der Klinik  und natürlich eine Liste von all den Vorsorgeuntersuchungen, die man zusätzlich buchen kann, damit es dem Baby an nichts fehlt. Ich hab schon fast angefangen mich krank zu fühlen und hab mich ständig zum Arzt rennen sehen. Aber dann dachte ich mir: Stop! Das muss doch nicht sein. Da gibt es doch Alternativen. Das muss nicht so laufen.

Die Suche nach der richtigen Hebamme

Also hab ich mich auf die Suche nach einer Hebamme gemacht und hab sofort eine im Internet gefunden, die mich auf den ersten Blick ansprach. Schon auf ihrer Homepage hat mich alles so fasziniert, was sie geschrieben hatte. Sie macht Mut zu mehr Gefühl für sich selbst und das Baby, zu mehr Selbstbestimmung und Schwangerschaft und Geburt auf natürlichem Wege. Mein Bauch sagte mir, die ist es. Ich machte sofort einen Termin und kurz darauf kam sie zu mir nach hause. Kein Warten im vollen Wartezimmer, kein steriles Arztzimmer, sonder ein sehr angenehmes und persönliches Gespräch bei mir zu hause bei einer Tasse Tee und Kuchen. Ich erfuhr hier zum ersten mal, dass eine Hebamme alle Vorsorgeuntersuchungen genauso machen kann, wie der Arzt, alles außer Ultraschall und auch dort wird es genauso von der Kasse übernommen.

Das war mir davor gar nicht bewusst. Aber wieder sagte mir mein Bauch genau das will ich. Ich möchte auch die Vorsorge ganz persönlich gestalten und versuchen mehr auf mich, mein Baby und meinen Körper zu hören. Ich will mich nicht von irgendwelchen Testergebnissen auf Papier oder Maschinen verlassen, ob es meinem Baby gut geht. Ich möchte eine tiefe Verbindung aufbauen und auf mein Gefühl vertrauen, wie es meinem Kind und mir wirklich geht. Außerdem hatte ich ja schon meine perfekte Hebamme gefunden, die mir unglaublich viel Sicherheit gibt und mich ganz persönlich begleitet.

Die Sache mit meiner Ärztin

Also entschied ich mich dazu, die Vorsorge bei ihr zu machen und nur zum Ultraschall zu meiner Ärztin zu gehen. Bei meinem nächsten Termin bei dieser, teilte ich ihr meine Entscheidung also mit. Nur war sie leider nicht so begeistert davon wie ich. Sie sah wohl die Hebamme als Konkurrenz an und wollte die Vorsorge nicht mit ihr teilen und somit  war ich auch das letzte mal bei ihr. Kurz darauf erzählte meine Hebamme mir, dass das wohl viele Ärzte nicht so gerne haben. Klar, so verlieren sie ja potentielle gut zahlende Kunden.

Da wurde mir zum ersten mal bewusst, dass es hier wohl wirklich um einen richtigen Markt geh, auf dem hart um die werdenden Mütter gekämpft wird. Schwangere sind gute Kunden, sie wollen das beste für ihr Kind und haben viele Ängste. Dadurch sind sie manipulierbar und offen für viele Angebote, nötige oder unnötige. Ihnen wird immer wieder erzählt, was sie alles für Untersuchungen machen müssen, damit ja alles gut läuft und kein Risiko eingegangen wird. Und da sind natürlich keine Kosten zu hoch.

Wo wird mein Kind auf die Welt kommen?

Der nächste Punkt war die Überlegung, wo mein Kind auf die Welt kommen sollte.                     Ich wollte auf gar keinen Fall mehr in die Klinik so wie bei meinem ersten Sohn. Es war zwar kein Trauma, das ich dort erlebt hatte, aber irgendwie war es auch nicht so, wie ich mir das immer gewünscht hatte. Es wurde halt alles gemacht, was in der Klinik so Standard ist; es wurde eingeleitet, nur weil er über dem Termin war, obwohl es ihm gut ging, dann wurde wieder unterbrochen, weil nach einem Tag Wehen nichts voran ging. Am nächsten Tag wieder eingeleitet und beim Pressen wurde ich einfach geschnitten, ohne dass mir was davon gesagt wurde. Es ging dann zwar alles gut, aber es war stressig und sehr anstrengend und irgendwie sehr fremdbestimmt. Jetzt weiß ich, dass es daran lag, dass ich komplett verkrampft habe, weil ich mich überhaupt nicht wohl fühlte und ich nicht in meinen natürlichen Rhythmus kam.

Diesmal soll es anders werden:

Meine nächste Geburt sollte also anders werden, selbstbestimmt, persönlich, stressfrei. Und wieder hat mein Bauch sich gemeldet.                                                     Ich will mein Kind zu hause gebären, in meiner ganz persönlichen Umgebung ohne, dass ich irgendwo hinfahren muss ohne fremde Mensche nur mit meinem Mann und einer Hebamme.

Also wartete schon das nächste Problem auf uns. Wie finde ich eine Hebamme, die noch Hausgeburten macht?                                                                                     Das machen nämlich die wenigsten noch, weil sie es sich schlicht und einfach nicht mehr leisten können. Die Kosten für die Versicherungen, die sie dafür brauchen, sind viel zu hoch und die Vergütung, die sie abrechnen können reichen kaum aus, diese Kosten zu decken. Deswegen gibt es nur noch sehr sehr weniger Hausgeburtshebammen.

Ich hatte aber Glück, denn meine Hebamme hat mir eine andere Hebamme vermittelt, die das noch macht und zwar schon seit über 40 Jahren in denen sie schon über 2000  Kindern auf die Welt half. Und noch nie musste sie notfallmäßig eine Frau bei der Geburt in die Klinik einweisen lassen.

Ich lernte sie kennen und hatte sofort ein gutes Gefühl. Sie strahlt so unglaublich viel Ruhe und Vertrauen aus, so dass ich mich sofort gut aufgehoben fühlte. Nun habe ich also eine wundervolle Vorsorgehebamme, die mich auf meinem Weg unterstützt, der ich vertraue und die jederzeit zu mir kommt, wenn ich sie brauche. Bei ihr mache ich auch einen wunderschönen Yogakurs für Schwangere, bei dem sie es auf phantastische Weise schafft, die Verbindung zum Baby zu stärken und für Kraft und Entspannung  verhilft.                                   Für die Geburt fühl ich mich nun auch sehr sicher, denn ich weiß, ich bin gut versorgt und habe die für mich passende Unterstützung gefunden.

Und wie fühlt es sich nun an?

Aber es war erst mal kein leichter Weg dorthin zu kommen, denn man muss viel Eigeninitiative beweisen und sich seiner Sache sehr sicher sein. Denn immer wieder stößt man auch auf Unverständnis. Sei es bei den Ärzten, Freunden oder Familie, die nicht verstehen, wieso man diesen Weg gehen will und einem einreden wollen, man sei irgendwie unverantwortlich nur weil ich einen anderen Weg gehen möchte, als es die meisten tun.

Aber für mich fühlt es sich einfach richtig an und ich weiß, dass ich nicht so falsch liegen kann damit, denn es zeigen auch viele Studien, dass bei Geburten außerhalb der Klinik sogar weniger eingegriffen werden muss.

Noch dazu konnte ich diesmal auch so eine intensive Verbindung zu meinem Baby und mir aufbauen,weil ich mich auf mich konzentrieren kann. Ich habe Vertrauen zu mir und meiner Kraft als Frau, dass auch ich dafür geschaffen wurde, ein Kind auf die Welt zu bringen.

Dies zeigt wieder einmal mehr, dass es nicht immer das Beste ist, das zu tun, was alle tun. Sondern, dass es wichtig ist, auf sich selbst, sein Herz und seinen Bauch zu hören, um den für sich passenden Weg zu finden. Dazu gehört es auch, immer wieder Dinge zu hinterfragen und sich eine eigene Meinung zu bilden. Dazu muss man manchmal auch Umwege gehen, aber es lohnt sich. Denn folgt man, seinem Herzen, wird man zu innerer Ruhe finden.

Geh Deinen Weg!

Ich möchte hiermit niemandem meine Meinung aufzwingen, Frauen davon überzeugen, nicht in die Klinik zu gehen oder Ärzte verteufeln.

All das liegt mir fern. Ich möchte vielmehr die Frauen dazu ermutigen, auf sich und ihre innere Stimme  zu hören und das zu tun, was sie persönlich für richtig halten, weil es sich für sie gut anfühlt und nicht nur Dinge zu tun, nur weil alle anderen es tun oder ihnen etwas eingeredet wird.

Hab Vertrauen zu Dir selbst! Glaube an die Stärke, die Du in dir trägst und habe den Mut deinen eigenen Weg zu gehen!!!

Du wirst sehen, wie befreiend das ist und  wie viel innere Ruhe und Stärke Du aufbauen wirst!

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1 Comment

  1. Veröffentlich von Aaron am 9. April 2018 um 11:08

    Als Vater hast Du eine besondere Funktion im Leben Deines Kindes.
    Für Dein Kind bist Du der erste Mann, dem es begegnet, der Held, das Vorbild.

    Was Dein Kind sieht und spürt ist viel mehr, als Du selbst möglicherweise von Dir und Deinem
    eigenen System bewusst hast. Dein Kind sieht auch Deine unbewussten Emotionen, Deine ungeklärten Themen, Deine Blockaden und all das, was Dich ausmacht.

    Ab dem ersten Moment will Dein Kind, dass Du als Vater in Deiner gesamten Kraft
    und in Deinem gesamten Sein bist. Es tut alles, was es kann, um Dir dabei zu „helfen“.
    So kann es sein, dass es Deine ungelösten Themen, Blockaden, Emotionen, Gewohnheiten einfach in sich aufsaugt,
    damit Du davon befreit bist.

    Du vermutest sicherlich bereits, was damit passiert. Dadurch dass Dein Kind Deine Themen aufgesaugt hat,
    ist erst einmal nichts zum besten geschehen. Im Gegenteil.
    Nun kämpft das System Deines Kindes mit Themen,
    die möglicherweise viel zu groß sind.

    Das kann dazu führen, dass Dein Kind frühzeitig Krankheitssymptome zeigt, sehr unruhig ist, unbestimme
    Ängste entwickelt, sich vom außen abkapselt, aggressiv oder sonst wie
    auffällig ist.

    Das Coaching ist perfekt für Dich und Dein(d) Kind(er), wenn
    Du das Gefühl hast, Du hast keine nährende Beziehung zu Deinem Kind, Deinen Kindern
    Dir Dein Kind manchmal „fremd“ erscheint oder Du manchmal Schwierigkeiten hast, Dein Kind in den Arm zu nehmen, ihm Aufmerksamkeit und/oder Liebe zu geben
    Du die Beziehung mit Deinem Kind verbessern, nähren möchtest
    Du manchmal das Gefühl hast, Dein Kind „übernimmt“ Eigenschaften, Gewohnheiten, Muster, die Dir oder einem
    Familienmitglied ähneln
    Du merkst, dass Dein Kind oft wiie „ausgeklinkt“ ist oder wenn es
    zu „Chaos“ neigt
    Dein Kind als „auffällig“ gilt
    Dein Kind Krankheitssymptome zeigt, unaufmerksam
    ist, unruhig ist, häufig zu unkontrollierten Emotionen neigt
    Dein Kind schlecht lernt, häufig streitet oder mit anderen kämpft
    Du möchtest, dass Dein Kind ganz in seiner eigenen Kraft und
    Ruhe lebt und erlebt
    Du Deinem Kind gönnen willst, dass es sich ganz
    entfaltet und in der eigenen Balance lebt
    Du Deinem Kind das Leben an sich in der Gesellschaft und mit anderen erleichtern willst
    Du Deinem Kind das beste gönnst und willst, dass es sein Kind sein leben und erleben kann

    https://wirklichgut.com/vater-kind-coaching

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