Achtsamkeit im hochsensiblen MamaAlltag

SelbstfĂŒrsorge und Achtsamkeit sind wichtige Faktoren fĂŒr uns als MĂŒtter (und VĂ€ter, allgemein fĂŒr Begleiter unserer Kinder), um den Alltag mit all seinen Herausforderungen zu bewĂ€ltigen. Welche Strategien hast du, um gut fĂŒr dich zu sorgen?

SelbstfĂŒrsorge und Achtsamkeit sind wichtige Faktoren fĂŒr uns als MĂŒtter (und VĂ€ter, allgemein fĂŒr Begleiter unserer Kinder), um den Alltag mit all seinen Herausforderungen zu bewĂ€ltigen.

Welche Strategien hast du, um gut fĂŒr dich zu sorgen?

Überfordert?

Der Alltag mit Kindern ist oft fordernd und anstrengend. Wir verlieren uns in Multitasking und unerledigten Listen. Verantwortung fĂŒr alles, den Kopf ĂŒberall gleichzeitig, dabei noch den Kindern gerecht werden, dem Job und dem Partner.

Ja, wir begeben uns tagein, tagaus in die Überfoderung. Oft in dem Glauben, dass es nicht anders geht. Dass das ganze Familiensystem, das System am Arbeitsplatz von uns abhĂ€ngig sind. Dass unsere Welt von unserem Funktionieren abhĂ€ngig ist. Und wir funktionieren. Wir funktionieren ununterbrochen. Unsere Pausen verbringen wir damit, Listen zu schreiben, um nichts zu vergessen. Und wenn die Pause “einfach mal Nichtstun” beinhaltet, holt uns das schlechte Gewissen ein.

Ich bin mir sicher, all das kommt dir bekannt vor.

Mir jedenfalls schon.

Ich hatte mich jahrelang verfangen im HamsterrÀdle des Alltags.

Bis ich mich verloren hatte.

 

Heute, nach einem langen, schmerzhaften Weg zurĂŒck zu mir selbst, kann ich verstehen. Ich sehe mich in meiner Vergangenheit an und sehe eine Frau, die alle Erwartungen erfĂŒllen und alle BedĂŒrfnisse stillen wollte – nur nicht ihre eigenen.

 

BedĂŒrfnisse?

 

“Meine BedĂŒrfnisse sind die Dinge, die ich brauche, um leben zu können und glĂŒcklich zu sein. Sie sind die Antriebskraft meines Handelns.” (Marshall Rosenberg)

 

Welche BedĂŒrfnisse gibt es denn ĂŒberhaupt?

Da sind zum Einen die physischen BedĂŒrfnisse.

  • Luft
  • Wasser
  • Nahrung
  • Schlaf

Die existentiellen GrundbedĂŒrfnisse. Ohne sie können wir nicht leben.

 

Meine Schwester bekam mal den Tipp:

Bevor du einen Streit anzettelst, geh in dich und spĂŒre kurz nach:

  • Habe ich Hunger?
  • Habe ich Durst?
  • Hatte ich genug Schlaf?
  • Muss ich mal auf’s Klo?

 

Ganz oft sind existentielle GrundbedĂŒrfnisse nicht erfĂŒllt und ich – NUR ICH! – bin in der Lage dazu, dies zu Ă€ndern.
Wo in deinem Alltag ĂŒbergehst du deine GrundbedĂŒrfnisse, um Erwartungen und BedĂŒrfnisse anderer zu erfĂŒllen?

Und wir reden hier nicht von einem Baby, das definitiv von dir abhĂ€ngig ist und das vierundzwanzig Stunden am Tag BedĂŒrfnisse hat und Ă€ußert, die du erfĂŒllen solltest.

 

Es geht um die hochgezogenen Augenbrauen der Schwiegermutter beim Überraschungsbesuch und deinen innerer Drang, es ihr beim nĂ€chsten Mal recht machen zu wollen und Fenster zu putzen oder Boden zu wischen oder was-auch-immer. Dann merkst du nach Stunden, dass du kein Wasser getrunken hast – den ganzen Vormittag noch nicht.

Auf Toilette warst du auch noch nicht. Essen – das kannst du ja spĂ€ter noch. Im Auto, auf dem Weg zum Kindergarten.

 

GrundbedĂŒrfnisse

Wichtig im Mama-Alltag ist also, gut fĂŒr meine GrundbedĂŒrfnisse zu sorgen.

Ist etwas zu essen im KĂŒhlschrank oder im Obstkörbchen?

Hast du jederzeit Zugang zu GetrÀnken?

Hier kann ich echt super vorsorgen, indem ich das, was ich gerne mag, auf meine Einkaufsliste setze. Oder immer eine Kanne Wasser auf den Tisch stelle, die mich daran erinnert zu trinken.

 

 

Ja, die Sache mit dem Schlaf ist oft schwierig. Besonders mit kleinen Kindern.

Hier trotzdem achtsam mit mir zu sein und dafĂŒr zu sorgen, eben NICHT zu lang aufzubleiben abends, sondern frĂŒher ins Bett zu gehen, ist schon eine Herausforderung.

Aber der Unterschied zwischen mĂŒder Olga und ausgeschlafener Olga, ist einfach immens.

 

Wie ist das bei dir?

 

Sind *hungermĂŒdekalt*-Augenblicke auch so anstrengend bei dir?

Wie sorgst du fĂŒr dich und deine GrundbedĂŒrfnisse?

Was sind die existentiellen BedĂŒrfnisse, die bei dir erfĂŒllt sein mĂŒssen, damit du bei dir und in deiner Kraft sein kannst?

 

Ich spĂŒre mich nicht mehr.

 

Oft kommt in meinen Coachings die Aussage: “Ich weiß gar nicht mehr, was meine BedĂŒrfnisse sind. Ich spĂŒre mich gar nicht mehr.”

 

Welche Ichbezogenen BedĂŒrfnisse gibt es denn, die wir neben den oben genannten BedĂŒrfnissen selbst erfĂŒllen können, dĂŒrfen und mĂŒssen, um mehr FĂŒlle und Lebenslust zu fĂŒhlen?

 

  • Achtsamkeit
  • AuthentizitĂ€t
  • Entwicklung
  • Gelassenheit
  • IdentitĂ€t
  • Kraft
  • KreativitĂ€t
  • Lebensfreude
  • Leichtigkeit
  • BerĂŒhrung
  • ZĂ€rtlichkeit
  • Liebe
  • PrivatsphĂ€re
  • Sicherheit
  • Selbstbestimmung
  • Selbstverwirklichung
  • Lebenssinn
  • Sinnhaftigkeit
  • StĂ€rke
  • Ordnung
  • Struktur
  • Wachstum

 

 

UFF! Und fĂŒr all das soll ICH verantwortlich sein?

Gleichzeitig merke ich: Ja. Ja. Ja ja ja und ja.

All diese Dinge machen mich auch aus und sind meine BedĂŒrfnisse.

 

 

Welches BedĂŒrfnis wann ruft, darauf haben wir oft keinen Einfluss. Wenn ich mich aber selbst gut kenne und mir den Raum gebe, reinzuspĂŒren, was es ist und was gerade gesehen werden will, dann habe ich die Möglichkeit, eben all diese BedĂŒrfnisse bei mir kennen zu lernen und zu erfahren, welche Strategien ich habe, um sie zu erfĂŒllen. Und dadurch auch Strategien zu verĂ€ndern und auszuweiten.

Vielleicht möchtest du mit einem Schritt anfangen.

Wo in deinem Leben hat Achtsamkeit Raum?

Wo brauchst du Selbstbestimmung?
Wo ist dein BedĂŒrfnis nach Ordnung und Struktur nicht gestillt?

 

Achtsamkeit

 

FĂŒr mich steht Achtsamkeit mit mir und meiner Umgebung dabei ganz oben.

Wenn ich achtsam sein kann, erkenne ich mein BedĂŒrfnis. Wenn ich mir erlaube, tief durchzuatmen und immer wieder fĂŒr einen Moment bei mir zu sein, mir erlaube, zu spĂŒren, was ich brauche und mir erlaube, das, was ich brauche auch zu tun und mir selbst zu geben – dann erfĂŒlle ich mir meine BedĂŒrfnisse und kann auch achtsam sein fĂŒr meine Umgebung, meine Kinder, meinen Partner.

 

Achtsamkeit schenke ich mir in jedem Innehalten, im bewussten Atmen, in Meditation.

Achtsamkeit schenke ich mir, indem ich die inneren WiderstĂ€nde ansehe, indem ich merke, dass meine Gedanken mich sabotieren wollen, weil sie keine VerĂ€nderung wĂŒnschen. Achtsamkeit in den WiderstĂ€nden schenkt mir Kraft fĂŒr mich und meine BedĂŒrfnisse.

 

Welche WiderstÀnde kommen in dir hoch?
Keine Zeit?
Keine Ruhe?
Keine Ahnung, wie das funktionieren soll?

 

Meine WiderstĂ€nde haben dafĂŒr gesorgt, dass ich mich in mein KĂ€mmerchen verkrochen hatte und ĂŒberzeugt war, mein mir gegebenes “Schicksal” so nehmen zu mĂŒssen, wie es mich ereilte. Ich wurde passiv, weil ich ĂŒberzeugt war, dass meine LebensumstĂ€nde unverĂ€nderbar seien.

Und dann doch. Dann kam das Ausprobieren und die Neugier auf Neues. Dann wurde ICH wichtig in meinem Leben und in meinem Alltag. Und ich konnte wieder wachsen und aufblĂŒhen. Ganz ehrlich: Das passiert nicht von heute auf morgen, das soll es gar nicht! Es geht um die kleinen Schritte.

 

Neue Wege gehen – kleine Schritte machen

 

Überforderung haben wir alle genug in unserem Alltag. Achtsamkeit soll nicht ĂŒberfordern. Achtsamkeit und auf deine BedĂŒrfnisse zu achten, darf in kleinen Schritten passieren und zunĂ€chst auch nur wenig Raum einnehmen. Es geht darum, dass du in deinem Leben wieder zur PrioritĂ€t wirst. Dass du dir selbst jeden Tag zeigst, dass du wichtig bist. Und darum, dass du dich selbst nicht auf morgen verschiebst.

Vielleicht willst du morgens zehn Minuten frĂŒher aufstehen und dich liebevoll im Spiegel ansehen.
Vielleicht willst du dir diesen einen Lippenstift kaufen und dir selbst zeigen, dass du wertvoll bist, jeden Morgen.

Vielleicht trinkst du den Kaffee morgens noch warm, weil du das Geschirr in der SpĂŒlmaschine nicht nebenher noch aufrĂ€umst.
Vielleicht machst du einfach mal wieder die BadezimmertĂŒr zu, wenn du unter der Dusche stehst.

Vielleicht bittest du deinen Partner, den Wocheneinkauf zu erledigen (auch wenn er natĂŒrlich irgendetwas “Falsches” mitbringen wird).

Vielleicht ĂŒbst du das bewusste Atmen – fĂŒr zwei Minuten am Tag.

Vielleicht möchtest du einmal am Tag einen Check-In in deinem Körper machen und nachspĂŒren, welche BedĂŒrfnisse da sind. (Das geht ĂŒbrigens besonders gut mit dem Bodyscan, der in meinem MiniKurs in Achtsamkeit den Anfang bildet.)

Vielleicht willst du deine StĂ€rken wieder in den Vordergrund rĂŒcken und dich tĂ€glich fĂŒr deine Erfolge loben.

Vielleicht willst du deiner KreativitÀt wieder Raum geben und sie in deinen Tag einbauen.

 

Was auch immer es ist: RĂ€ume deiner neuen Gewohnheit PrioritĂ€t ein. Wir brauchen drei bis vier Wochen, um solch eine neue Gewohnheit in unseren Tag zu integrieren. Denn auch wenn unser Gehirn verstanden hat, dass wir selbst wichtig sind, so mĂŒssen wir doch die Schritte gehen und sie tatsĂ€chlich auch integrieren.

 

Welchen ersten kleinen Schritt möchtest du gehen?


Teile es mit uns!

 

Ich freue mich auf den Austausch!

Deine

Olga

 

Olga Homering ist Mutter von drei Kindern, PĂ€dagogin und Coach fĂŒr MĂŒtter.

Sie motiviert und inspiriert MĂŒtter dazu, gut fĂŒr sich zu sorgen und achtsam mit sich selbst zu sein, um ganz in ihre Kraft zu treten und so gut fĂŒr sich und ihre Familien zu sorgen.

Olga ist Coach und Begleiterin fĂŒr The Work unter https://olgahomering.de/

 

 

 

FĂŒr ihren MiniKurs in Achtsamkeit – die MOMente fĂŒr dich kannst du dich hier eintragen:
https://olgahomering.de/momente

 

Außerdem hast du in ihrem OnlineKurs fĂŒr MĂŒtter: *endlich ich!* – In 30 Tagen zu mehr FĂŒlle, mehr Freude, mehr Lebenslust als Mutter die Möglichkeit, dich einen Monat lang intensiv mit folgenden Themen zu befassen:
*Struktur und Zeit fĂŒr mich

*GlaubenssÀtze entdecken und entkrÀften

*Meine WĂŒnsche, meine TrĂ€ume

*Selbstliebe leben

Bei Interesse trage dich hier ein: 

https://olgahomering.de/endlich-ich

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Ist dein Kind hochsensibel? Hol dir die umfangreichen Fragebögen!

Melde dich zu meinem kostenlosen Newsletter an und hole dir als Willkommensgeschenk: „Fragebögen fĂŒr dein Kind und dich!“ und bekomme Klarheit, ob ihr hochsensibel seid:

Ich verschicke den Newsletter regelmĂ€ĂŸig alle 2 Wochen. Du kannst dich jeder Zeit mit nur einem Klick abmelden. Damit alles sicher bei dir ankommt, verwenden wir die Software von Active Campaign. Alle Infos findest Du in der DatenschutzerklĂ€rung.

Die LoewenFamilie