Die Loewes

Wir sind die Loewes, das sind Andreas (39 Jahre) unser Loewenpapa, Kilian (9 Jahre) unser großer Loewensohn, Matthis (dieses Jahr frisch geschlüpft) unser kleiner Loewensohn und Loewenmama Svenja (32 Jahre).

Wir sind eine recht unkonventionelle Familie, die schon immer ihren eigenen Weg gegangen ist. Gerade weil mein Sohn Kilian und ich hochsensitiv sind, ist es für uns besonders wichtig viele Dinge zu hinterfragen und Lösungen zu finden, die auch öfters nicht der Norm entsprechen.

Denn hochsensible Menschen haben oft spezielle Bedürfnisse, mit denen sich zwar sehr gut leben lässt, jedoch müssen die Bedingungen drum herum gut passen.

Unser Leben verlief oft turbulent und war sicherlich nie langweilig und wir waren immer auf der Suche nach innerer Zufriedenheit, persönlichem Glück und Harmonie in der Familie.

Hierfür haben wir vieles ausprobiert, kritisch betrachtet, hinterfragt, wieder fallen lassen, neu gestaltet und haben nun endlich unser ganz persönliches Lebenskonzept gefunden, wie wir als Familie mit hochsensiblen und normalfühlenden Mitgliedern glücklich und harmonisch leben können.

Wir sehen die Hochsensibilität als Gabe, die unser Leben oft sehr spannend macht, denn wir nehmen die Welt oft anders wahr. Es ist nicht immer und in jeder Situation einfach damit umzugehen, aber wir haben gelernt, dass es mit der inneren Einstellung, den Bedingungen um uns herum und mit gesellschaftlichen Einflüssen zu tun hat, wie entspannt wir damit leben können. Genau deswegen ist es manchmal so wichtig, nach Alternativen im System zu suchen, damit wir zur inneren Ruhe und persönlicher Annahme kommen können.

Diese Erfahrungen, wollen wir gerne weiter geben, um anderen Menschen mit dem wunderbaren Wesenszug der Hochsensibilität ebenfalls zu mehr Selbstvertrauen, Stärke und innerer Ausgeglichenheit zu verhelfen.

Svenja

 

Ich bin 33 Jahre alt und wuchs bei Reutlingen, ein kleines Städtchen im Schwabenländle, auf.

Schon als Kind  hinterfragte ich alles und bildete mir meine eigene Meinungen. Ich merkte sehr früh, dass ich die Welt anders wahr nahm als die meisten.

Ein Großteil meines Leben verbrachte ich damit, Antworten darauf zu finden, was mich denn so anders macht.

Nicht immer verlief alles reibungslos, ich würde eher sagen meistens war es sehr turbulent. Ich bin aber sehr froh über all die unterschiedlichen Erfahrungen, die ich sammeln konnte denn diese machen mich heute zu dem Menschen, der ich bin.

Ich bin hochsensitiv und kann die Stimmungen, Erinnerungen, Ahnungen und Gefühle, auch von anderen besonders stark wahrnehmen. Inzwischen kann ich sehr gut damit umgehen und schätze dies als Gabe und Bereicherung in meinem Leben.

Die Geburt von Kilian 2008 veränderte viel in meinem Leben und ließ mich immer besser zu mir selbst kommen und ich kam nach und nach zur Ruhe.

Schon immer war mir klar, dass ich mit Menschen arbeiten möchte, ich begann eine Ausbildung zur Krankenschwester, fand aber hier nicht meine Erfüllung. Bei meiner Ausbildung zur Ergotherapeutin, die ich erst begann, als Kilian schon auf der Welt war, fand ich meine Berufung, da ich endlich  meine Gaben und Leidenschaften auch für andere einsetzen konnte.

Ich arbeite seit dem hauptsächlich mit psychisch kranken Menschen und sehe hierbei immer alles systemisch, also den Mensch im Ganzen und  im Zusammenhang mit seiner Umwelt.

Inzwischen bin ich glückliche Ehefrau von Andreas und Mutter von Kilian und Matthis

Andreas:

Andreas ist 39 Jahre und wuchs ebenfalls in Reutlingen auf.

Auch er war noch nie wirklich angepasst, hatte schon immer seinen eigenen Kopf und rebellierte schon recht jung gegen die Zwänge unserer Gesellschaft. Auch sein Leben verlief recht turbulent.

Ich lernte ihn kennen, als seine Sturm- und Drangzeit noch nicht vorbei war und wir erlebten einige wilde Jahre zusammen. Bis Kilian, unser erster Sohn 2008 auf die Welt kam.

Danach veränderte sich viel für uns, wir sind mehr zur Ruhe gekommen und Andreas ist zu einem unglaublichen liebevollen Vater geworden und tut einfach alles für seine Familie. Er ist ein richtiger Loewenpapa für seinem Rudel 😉

Er ist der „Normalfühler“ in der Familie und ich glaube, er hat es nicht immer leicht mit seinen zwei hochsensiblen Familienmitgliedern. Aber er hat es gelernt, wahnsinnig gut und einfühlsam damit umzugehen. Er gibt uns die nötige Erdung und verschafft uns, die notwendigen Ruhepausen, wenn wir sie brauchen. Er ist unser Ruhepol und unsere perfekte Ergänzung.

Kilian:

Kilian wurde 2008 in Reutlingen geboren. Er ist unser erstes Kind und ist ebenfalls wie ich hochsensitiv hat aber auch hochsensible Tendenzen.

Er kann unglaublich gut Stimmungen, Gefühle und Ahnungen von sich und anderen wahrnehmen. Dadurch ist er extrem empathisch und hilfsbereit und kann Ungerechtigkeit nur sehr schwer ertragen. Er hat eine tiefe Verbundenheit zur Natur und Tieren.

Außerdem reagiert er intensiver auf Geräusche, Gerüche und Geschmäcker.

Auch besitzt er eine sehr ausgeprägte Phantasie und kann sich ganz in seinen Welten verlieren. Schon früh fing er an, sich sehr gewandt auszudrücken, verblüfft uns mit sehr tiefgründigen Fragen und regte uns immer wieder zum Nachdenken an.

Wissen kann er sich selbst sehr schnell aneignen, wenn sein Interesse dafür entfacht ist und kann dann ganz in einem Thema aufgehen.

Immer wieder jedoch ist es für ihn schwierig mit all den Reizen umzugehen und reagiert dann sehr intensiv darauf, was für uns als Eltern ein Grund ist, immer wieder Dinge neu zu hinterfragen und  Lebenssituationen zu verändern.

Zur Zeit geht er noch auf eine Montessori-Schule, wo er ganz gut zu recht kommt, da auch seine Lehrerin sein wahres Wesen erkannt hat, gut damit umgehen kann und ihn sehr unterstützt.

Ab nächstem Jahr wollen wir ihm jedoch das Freilernen ermöglichen, was er sich auch selbst wünscht.

Matthis:

Matthis ist unser jüngstes Mitglied im Loewenrudel. Er wurde am 22. September 2017 bei einer wunderschönen Hausgeburt, die dann ungeplant zur Alleingeburt wurde geboren. Die Schwangerschaft und die Geburt war sehr prägend für die ganze Familie. Da wir diese sehr bewusst und intensiv erlebt haben. Matthis ist topfit und ein kleiner Sonnenschein. Ob auch er hochsensibel oder hochsensitiv ist, wird sich noch herausstellen. Jetzt darf er erst mal ganz in Ruhe bei uns ankommen.